Wo bleibt die ÖV-Offensive im Kanton Bern?
- Oct 31, 2025
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Updated: Jan 22
Im Frühling 2022 hat der Grosse Rat die Motion «ÖV-Offensive für den Kanton Bern» überwiesen. Davon ist allerdings noch nicht viel zu spüren. Damit sich der ÖV-Anteil im Modalsplit tatsächlich erhöht, braucht es nun entsprechende Massnahmen.
Die Im Frühling 2022 hat der Grosse Rat die Motion «ÖV-Offensive für den Kanton Bern» überwiesen. Dabei ging es darum, den ÖV-Anteil im Modalsplit deutlich zu erhöhen. Gemäss der aktuellen Auswertung des Mikrozensus Mobilität und Verkehr macht der öffentliche Verkehr im Modalsplit gerade mal 27% der Tagesdistanzen aus. Auf den motorisierten Individualverkehr entfällt mit 63% ein mehr als doppelt so hoher Anteil. Gemäss dem Bundesamt für Umwelt ist der Verkehr für einen Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Beim Verkehr gibt es somit eine wichtige Hebelwirkung, um den CO2-Ausstoss zu verringern. Es braucht eine Verlagerung zu emissionsärmeren und energieeffizienteren Verkehrsträgern, insbesondere zum ÖV.
Allerdings brauchen die Menschen attraktive Alternativen, damit sie auch tatsächlich auf den ÖV umsteigen. Grundsätzlich sind beim ÖV drei Dinge wichtig:
Direkte und schnelle Verbindungen, damit man rasch ans Ziel kommt
Einfacher Zugang, sprich nahe Haltestellen bei Arbeits- und Wohnort
Bezahlbare und nachvollziehbare Ticketpreise und Abonnemente
Bei allen drei Bereichen hat der Kanton Bern noch Verbesserungspotenzial. Von der ÖV-Offensive ist noch nicht viel zu spüren. Damit sich der ÖV-Anteil im Modalsplit tatsächlich erhöht, braucht es nun entsprechende Massnahmen. Im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) hat die Hochschule Luzern einen Bericht mit 20 konkreten Massnahmen zur Steigerung des ÖV-Anteils erstellt. Diese gehen von Preisreduktionen über kürzeren Reisezeiten und verbessertem Zugang bis hin zu raumplanerischen Massnahmen. Diese Vorschläge gilt es nun aufzugreifen und im Kanton Bern anzuwenden.






