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Für einen Kanton Bern der Zukunft

  • 18 hours ago
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Updated: 1 hour ago

Die Klimakrise ist eine gemeinschaftliche Krise. Also müssen wir sie auch gemeinsam bekämpfen und nicht jede:r für sich allein. Dank dem Klimaschutzartikel in der Berner Verfassung hat der Kanton einen entsprechenden Auftrag. Gemäss diesem Klimaschutzartikel sollen solche Massnahmen sozialverträglich und nachhaltig sein. Sie müssen somit für alle Menschen tragbar sein, was auch die Akzeptanz erhöht. Im Vordergrund stehen dabei der Verkehr und die Energie sowie das Bauen und die Raumplanung.

 

Umweltfreundlicher Verkehr

Der Verkehr ist für einen Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Es braucht eine Verlagerung zu emissionsärmeren Verkehrsträgern, insbesondere zum ÖV. In erster Linie ist es der ÖV, der den MIV auf mittlere und längere Distanz adäquat ersetzen kann. Gemäss Mikrozensus Mobilität und Verkehr macht der öffentliche Verkehr im Modalsplit gerade mal 27% der Tagesdistanzen aus.  Auf den motorisierten Individualverkehr (MIV) entfällt mit 63% ein mehr als doppelt so hoher Anteil. Um den MIV-Anteil nachhaltig zu reduzieren, muss der Kanton Bern die vom Grossen Rat beschlossene ÖV-Offensive endlich umsetzen. Für kürzere Distanzen und auf lokaler Ebene braucht es eine stärkere Förderung des Fuss- und Veloverkehrs.

 

Erneuerbare Energie

Der Kanton Bern muss konsequent auf erneuerbare Energien umstellen. Für diese Energiewende braucht es eine stärkere Förderung der Wasserkraft, der Solarenergie und der Fernwärme. Gerade die Wasserkraft ist für den Kanton Bern eine grosse Chance und soll deshalb deutlich ausgebaut werden. Mit dem Triftstausee sowie den Staumauererhöhungen am Oberaar- und Grimselsee stehen mehrere wichtige Projekte kurz vor der Umsetzung. Bei der Solarenergie wurde mit der Ablehnung der Solar-Initiative eine grosse Chance verpasst. Diese gilt es wieder aufzuholen. Weiter hat die Fernwärme ein grosses Potenzial, weil dadurch mit einheimischer Energie oder mit Wärmerückgewinnung fossile Energieträger ersetzt werden können.

 

Sinnvolle Raumplanung

Von grosser Bedeutung für die Umweltbelastung ist auch wie und noch mehr wo gebaut wird. Ein gewichtiger Teil des CO2-Ausstoss stammt nämlich von den Gebäuden. Hier braucht es Massnahmen, damit Öl- und Gas-Heizungen zukünftig nicht mehr eingebaut werden und geeignete Dächer für Solaranlagen genutzt werden. Dank einer sinnvollen Raumplanung wird möglichst nur noch dort gebaut, wo es eine gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr gibt. Das reduziert automatisch den Fahrten mit dem motorisierten Individualverkehr. Statt einem unkontrollierten Siedlungsbrei braucht es eine innere Verdichtung dort, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist.

 
 
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Bild: GKB, 16.09.2023

Manu Friederich

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