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SP-Grossrat kandidiert in der Stadt | BZ, 03.04.2025

  • Writer: David Stampfli
    David Stampfli
  • Apr 2
  • 2 min read

Updated: Sep 11

Eigentlich scheint die Sache klar: Wer ins Berner Kantonsparlament gewählt wird, vertritt dort nicht bloss eine Partei und andere Interessenbindungen, sondern auch eine Region. So ist denn auch geregelt, wie die 160 Sitze auf die neun Wahlkreise verteilt werden. Vor jeder Wahl wird der Schlüssel aufgrund der Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner in den einzelnen Kantonsteilen neu berechnet.


Als Stadtberner Politiker war Stampfli Anfang 2017 in den Grossen Rat nachgerutscht und schaffte 2018 sowie 2022 jeweils die Wiederwahl – zügelte aber während der laufenden Legislatur nach Wabern in die Gemeinde Köniz. Im Wahlkreis Bern – identisch mit der Gemeinde – gibt es nun in der SP Stimmen, die sich daran stören, dass David Stampfli seinen Grossratssitz auf ihrer Liste verteidigen will. Mit Namen wollen jene, die ihre kritische Sicht gegenüber dieser Redaktion offenbarten, nicht hinstehen.[1] 


Stampfli selbst reagiert gelassen. Ihm gegenüber habe bisher niemand kritisiert, dass er auch im kommenden Frühling wieder im Wahlkreis Bern antreten wolle – «im Gegenteil, ich erhielt schon positives Feedback, weil ich weiterhin für die SP-Männerliste Stimmen mobilisiere». Er sei in der Stadt Bern geboren und seit 20 Jahren Mitglied der städtischen SP-Sektion Länggasse-Felsenau, wo er sich immer noch engagiere, so Stampfli. «Als Vertreter der SP-Fraktion im Grossen Rat bin ich Mitglied der Geschäftsleitung in der Stadtpartei, ich arbeite in Bern, gehe in Bern in den Ausgang – ich bin in der Stadt Bern verankert und kenne die Anliegen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner besser als jene Münsingens oder Schwarzenburgs.»


Eins ist klar: Stampfli macht nichts Verbotenes. Laut dem kantonalen Gesetz über die politischen Rechte ist in den Grossen Rat wählbar, wer im Kanton stimmberechtigt ist und gültig zur Wahl vorgeschlagen wird. Auf den Wahlzetteln ist zudem bei allen Kandidierenden der Wohnort angegeben, wie die Staatskanzlei auf Anfrage festhält. «Die Stimmberechtigten können somit erkennen oder herausfinden, ob eine Kandidatin oder ein Kandidat in ihrem Wahlkreis wohnhaft ist.»


Und noch etwas ist klar: Stampfli ist kein Einzelfall. Ob Anna de Quervain (Grüne; Wohnort Bern, Wahlkreis Emmental), Philip Kohli (Mitte; Wohnort Wabern, Wahlkreis Bern) oder einige andere, auch bei vergangenen Wahlen: Es kommt immer wieder vor, dass jemand im Wahlkreis seiner «politischen Heimat» antritt, obwohl dieser nicht mehr dem Wohnort entspricht.


Was Stampfli betrifft, weist auch Lena Allenspach, Präsidentin der SP Stadt Bern, auf dessen anhaltendes Engagement in der Stadt Bern und seiner Lokalsektion hin. Solche Fragen aufzuwerfen, sei in einem Nominations­prozess natürlich legitim. «Wichtig ist neben anderen Kriterien, dass die jeweiligen Kandidierenden lokal vernetzt und in ihrer SP-Sektion verankert sind. Das ist hier gegeben.»



[1] Nachtrag: An der Delegiertenversammlung der SP Stadt Bern vom 25.08.2025 wurde David Stampfli einstimmig nominiert. Kritische Stimmen an seiner Kandidatur gab es weder im Vorfeld noch an der Versammlung selber.

 
 
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Foto: GKB DV, 16.09.2023

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