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24 Wochen Elternzeit als Standortvorteil | BZ, 27.04.2023

Das überparteiliche Komitee, das für ein Ja zur 24-wöchigen Elternzeit im Kanton Bern wirbt, präsentierte am Mittwoch seine Argumente.


Eine 24-wöchige Elternzeit würde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Kanton Bern verbessern. Dieser Meinung ist das überparteiliche Komitee, das für ein Ja zur Elternzeit-Initiative wirbt. Das Komitee präsentierte am Mittwoch vor den Medien seine Argumente. Die Initiative kommt am 18. Juni vors Volk. Sie verlangt die Einführung einer bezahlten 24-wöchigen Elternzeit, die zusätzlich zum eidgenössischen Mutter- und Vaterschaftsurlaub bezogen werden kann. Jeder Elternteil soll je sechs Wochen erhalten, die restlichen zwölf Wochen könnten sich die Eltern frei unter sich aufteilen.


Vor den Medien warben Grossratsmitglieder von SP, EVP und Grünen für die Initiative. Weil es national mit der Elternzeit nicht vorangehe, müssten progressive Kantone den ersten Schritt machen. In Zeiten des Fachkräftemangels könne die Elternzeit ein wichtiger Standortvorteil sein. Finanziert werden soll sie ähnlich wie die Mutterschaftsversicherung. «Modellrechnungen zeigen, dass gerade Frauen dank der Elternzeit mehr arbeiten und dadurch auch mehr Steuern bezahlen, was die Kosten wieder deckt», sagte SP-Grossrat David Stampfli. Die Elternzeit stärke zudem die Beziehung zwischen Eltern und Kindern, sagte EVP-Grossrätin Katja Streiff. «Die Familie kann rascher zusammenwachsen.»


Gefördert werde auch die Gleichstellung, hielt SP-Grossrätin Maurane Riesen fest. Die Betreuungsarbeit könne besser verteilt werden, und für Väter werde es einfacher, eine starke Bindung zum Kind zu entwickeln. «Beide Elternteile sollen Zeit haben, sich in ihrer neuen Rolle zu finden, das Zusammenleben als Paar neu zu definieren und sich an das Leben mit Kind zu gewöhnen», sagte die Grünen-Grossrätin Brigitte Hilty. Die Unterschriften gesammelt hat die SP. Zum Ja-Komitee gehören auch Grüne, EVP und Alternative Linke, zudem der Berufsverband des Pflegefachpersonals, der Hebammenverband sowie die Gewerkschaften VPOD und Unia.



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