Gedenkanlass zum Kriegsende | Der Bund, 13.02.2015

 

Mit einem schlichten Gedenkanlass soll die Stadt Bern im kommenden Mai den 70. Jahrestag des Weltkriegsendes begehen. Die SP schlägt vor, an diesem Tag in der Stadt Bern unter anderem eine Friedenslinde zu pflanzen. Der Gedenkanlass sei «ein Beitrag der Stadt Bern ans historische Gedächtnis».

 

 

Das Stadtparlament hat am Donnerstagabend einen dringlichen Vorstoss der SP überwiesen. Mit dem Anlass solle ein Zeichen für den Frieden gesetzt werden, sagte David Stampfli (SP), einer der Urheber des Postulats. Zudem gelte es Dankbarkeit auszudrücken gegenüber jenen, die Europa und die Welt von Nationalsozialismus und Faschismus befreit hätten. Das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich am 8. Mai. Die SP schlägt vor, an diesem Tag in der Stadt Bern unter anderem eine Friedenslinde zu pflanzen. Der Gedenkanlass sei «ein Beitrag der Stadt Bern ans historische Gedächtnis».

 

Für das Postulat stimmte die Ratslinke und ein Teil der Fraktion BDP/CVP. Dagegen wandten sich die SVP und die Fraktion GFL/EVP. Ein einzelner Anlass genüge nicht, um der Kriegsopfer zu gedenken, sagte Daniela Lutz-Beck (GFL). Auch heute herrsche vielerorts Krieg. Die SVP fand einen städtischen Gedenkanlass unnötig. Bereits hätten der Bund und der Kanton Bern Veranstaltungen angekündigt. Da müsse nicht auch noch die Stadt Bern Geld aufwerfen, sagte Rudolf Friedli (SVP). Die FDP enthielt sich der Stimme. Der Gemeinderat hatte sich bereit gezeigt, das Anliegen zu prüfen. Die Stadt werde allfällige Aktivitäten aber mit Bund und Kanton koordinieren, versicherte Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP).

 

 

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