Die SP und ich | Links, Januar 2015

 

Die Frage, wie man den Verkehr so umweltfreundlich wie möglich gestalten kann, beschäftigt mich ständig. Als Präsident von Pro Velo Bern konzentriere ich mich vor allem auf die Anliegen der Zweiräder. Dabei fordere ich insbesondere mehr Abstellplätze, sichere Radstreifen und gute Velobahnen.

 

 

«Mein Interesse für Politik begann schon früh. Meine Eltern sind wie mein Grossvater, der in den 70er-Jahren sogar FDP-Gemeinderat der Stadt Bern war, eher bürgerlich eingestellt. So wurden politische Themen bei uns zuhause immer rege diskutiert. Bereits als Teenager verfolgte ich regelmässig die Abstimmungen und ging an Demos. Nach und nach entwickelte sich bei mir der Wunsch, mich auch aktiv an der Politik zu beteiligen. Nach genauem Abwägen entschied ich mich für einen Beitritt bei der SP. Da mir Umweltanliegen sehr wichtig sind, wären auch die Grünen eine Option gewesen. Aber die SP ist viel breiter ausgerichtet und vertritt meine Überzeugungen und Werte am besten.

 

Da ich im Berner Länggasse-Quartier aufgewachsen bin, trat ich der dortigen SP-Sektion bei und wurde sehr herzlich aufgenommen. Von Anfang an war es mir sehr wichtig, aktiv die kommunale Politik mitzugestalten. Schon bald wählte mich die Sektion in den Vorstand und später zum Präsidenten. Je mehr Ämter ich übernahm, desto mehr Spass machte mir die Parteiarbeit. Man erlebt hautnah, wie Entscheidungen beeinflusst und schliesslich gefällt werden. In der SP Länggasse-Felsenau standen vor allem Themen aus dem Bereich Umwelt und Verkehr im Mittelpunkt. Wir machten uns stark für verkehrsberuhigende Massnahmen und einen sinnvollen Ausbau des öffentlichen Verkehrs. So war ich zum Beispiel federführend bei der Petition «Ringbus». Dieser sollte publikumsintensive Anlagen wie das Lindenhof-Spital, Sportstätten und vor allem das ausgebaute Von-Roll-Areal der Universität Bern besser erschliessen. Zwar konnten wir über 3000 Unterschriften sammeln, letztlich entschieden sich die Behörden aber für eine weniger attraktive Lösung mit Postautos.

 

2012 rutschte ich in das Parlament der Stadt Bern nach und wurde bei den darauffolgenden Wahlen im Amt bestätigt. Seither engagiere ich mich vor allem in der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün, die ich letztes Jahr präsidieren konnte. Die Frage, wie man den Verkehr so umwelt freundlich wie möglich gestalten kann, beschäftigt mich weiterhin. Als Präsident von Pro Velo Bern konzentriere ich mich vor allem auf die Anliegen der Zweiräder. Dabei fordere ich insbesondere mehr Abstellplätze, sichere Radstreifen und gute Velobahnen. Des Weiteren kämpfe ich als Präsident des Vereins Pro Bremgartenwald gegen das Projekt «Waldstadt», bei dem Wald für neue Wohnungen gerodet würde. Bevor die Stadt Bern Wald für Wohnungen rodet, soll sie zuerst die vorhandenen Bauflächen nutzen.

 

Seit dem vergangenen Frühling arbeite ich als Geschäftsführender Parteisekretär der SP Kanton Bern. Somit ist die SP auch zu meiner Arbeitgeberin geworden und ich engagiere mich auf zwei Arten für sie. Auf städtischer Ebene setze ich mich aktiv für Verkehrsanliegen und eine sinnvolle Stadtentwicklung ein, auf kantonaler Ebene bin ich als Dienstleister für die Partei unterwegs. Man könnte meinen, dass das vielleicht etwas viel SP auf einmal ist. Bei mir ist das aber nicht der Fall. Es ist mir noch überhaupt nicht verleidet. Ganz im Gegenteil!»

 

 

Der Artikel als PDF

Please reload