Ampeln am Bollwerk | BZ, 27.01.2015

 

Am Bollwerk in Bern werden die Ampeln neu gesteuert. Der langjährige, bekannte Grünrhythmus gilt seit November nicht mehr. Die Busse sollen die Kreuzung so schneller passieren können. Bei Pro Velo herrscht nur bedingte Freude über die neue Steuerung.

 

 

Als Velofahrer konnte man sich jahrelang darauf verlassen: Wenn man bei Grün am Henkerbrünnli Richtung Stadt voll in die Pedale tritt, hat man auch beim Bollwerk noch Grün. Aber Vorsicht: Der bekannte Grünrhythmus, der bei manchem Verkehrsteilnehmer in Fleisch und Blut übergangen ist, gerät seit November hin und wieder aus dem Takt. «Die Grünphasen sind nicht mehr immer gleich», bestätigt Jürg Eberhart vom städtischen Tiefbauamt.

 

Seit November werden die Ampeln der Kreuzungen beim Bollwerk und an der Schützenmattstrasse, direkt nach der Lorrainebrücke, neu gesteuert. Für rund 800'000 Franken hat die Stadt eine moderne Ampelsteuerung installiert, neue Anmeldungsschleifen in die Böden gefräst, neue LED-Leuchten montiert und für Sehbehinderte akustische und taktile Signale installiert.

 

Bei Pro Velo herrscht nur bedingte Freude über die neue Steuerung. Pro-Velo-Präsident und SP-Stadtrat David Stampfli verweist auf das Postulat «Grüne Welle für Velofahrende auf Hauptverkehrsachsen», welches der Stadtrat 2013 für erheblich erklärt hatte. «Aber ich will bestimmt nicht das Velo gegen den ÖV ausspielen», betont Stampfli. «Ich würde mir wünschen, dass die Ampel sowohl für die Velos wie auch für den ÖV so gut wie möglich gesteuert wird.»

 

 

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