150 falsch parkierte Velos abgeschleppt | BZ, 27.10.2014

 

Seit Anfang September hat die Polizei am Bahnhof rund 150 falsch parkierte Velos abgeschleppt. Pro-Velo-Präsident David Stampfli hat Verständnis für diese Massnahme. Er fordert aber gleichzeitig mehr Veloparkplätze.

 

 

 

Seit Anfang September wurden laut der Kantonspolizei rund 150 Velos im Perimeter um den Berner Hauptbahnhof abgeschleppt. Die Falschparker müssen eine Busse von 20 Franken und weiter eine Einstellgebühr zwischen 10 und 50 Franken bezahlen. Bisher verfehlten die Kontrollen aber ihre Wirkung. «Wir müssen noch immer regelmässig falsch parkierte Velos abschleppen, die Situation hat sich noch nicht merklich verbessert», sagt Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kantonspolizei.

 

Die Kantonspolizei führt ihre regelmässigen Kontrollen im Auftrag der Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün durch. Bei den Kontrollen geht es um die Verkehrssicherheit, wie Christoph Gnägi betont. «Für Rollstuhlfahrer gab es zum Teil im Bereich der ‹Welle› wegen falsch parkierter Velos kein Durchkommen mehr.» Auch Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuss sind, würden durch falsch parkierte Velos behindert, sagt Gnägi.

 

Man dürfe das Velo nicht an jedem x-beliebigen Ort abstellen, findet auch Pro-Velo-Präsident und SP-Stadtrat David Stampfli. «Wir wollen nicht, dass parkierte Velos Rollstuhlfahrern oder Kinderwagen im Weg stehen. Das geht nicht.»

 

Aus seiner Sicht brauche es schlicht mehr Veloparkplätze. Die drei grossen Baustellen rund um den Hauptbahnhof – am Postparc, an der Heiliggeistkirche und beim Bollwerk – hätten die prekäre Parkplatzsituation verschärft. Bei der Heiliggeistkirche und beim Burgerspital sieht David Stampfli noch Raum für weitere Veloparkplätze.

 

Ein entsprechender Vorstoss wurde schon vor einem Jahr eingereicht!

 

 

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