Streit um das geduldete Velochaos | BZ, 28.06.2014

 

Viele Velos werden beim Berner Bahnhof illegal abgestellt – und die Stadt duldet die Falschparker. Für die Bürgerlichen ein unverständliches Vorgehen. SP und Grüne sprechen hingegen von einer «pragmatischen», «fairen» Lösung.

 

 

 

Die vielen illegal parkierten Velos rund um den Bahnhof sind eines der grössten Ärgernisse der BZ-Leser. Die Stadt Bern will aber nichts gegen dieses Ärgernis unternehmen. Sie will die falsch parkierten Velos so lange tolerieren, bis im Jahr 2016 beim neuen Post-Parc rund tausend zusätzliche Veloparkplätze entstehen. Für dieses Vorgehen gibt es harsche Kritik von bürgerlicher Seite. SP und die Grünen halten den Ansatz der Stadt jedoch für pragmatisch.

 

Pro-Velo-Präsident und SPStadtrat David Stampfli beurteilt das Verhalten der Stadt als fair. «Die Stadt hat grossen Rückstand in Sachen Abstellplätze für Velos.» Schliesslich wolle Bern ja den Veloverkehr fördern, also hätte man schon vor Jahren mehr Abstellplätze schaffen müssen. «Es ist also nur fair, dass die Stadt in manchen Fällen ein Auge zudrückt», findet Stampfli. Parkierte Velos dürfe man zudem nicht mit parkierten Autos vergleichen. «Ein Velo darf man von Gesetzes wegen jeweils dort abstellen, wo es nicht stört», betont der Pro-Velo-Präsident. Allerdings empfindet auch Stampfli ein gewisses Unbehagen, wenn er parkierte Fahrräder am Geländer bei der Welle sieht. «Es darf natürlich nicht sein, dass parkierte Velos den Weg für die Fussgänger vollständig versperren.»
 

 

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