Tram Region Bern: Pro Velo Bern beschliesst Stimmfreigabe

 

Nachdem Pro Velo Bern eine Einsprache zum Projekt «Tram Region Bern» eingereicht hatte, steht nun ein erstes hart erkämpftes Verhandlungs-ergebnis fest, das zahlreiche Verbesserungen für die Velofahrenden enthält. Es bleiben allerdings wichtige Punkte, die bisher für den Veloverkehr nicht befriedigend gelöst werden konnten. Pro Velo Bern beschliesst deswegen Stimmfreigabe für die Abstimmung vom 28. September.

 

Von den 46 Punkten der Einsprache von Pro Velo Bern konnten 33 bereinigt werden. Bei diesen Punkten konnte ein für Pro Velo Bern akzeptabler Kompromiss gefunden werden. Pro Velo Bern hat der Projektleitung und auch der Bewilligungsbehörde (Bundesamt für Verkehr, BAV) signalisiert, dass Pro Velo Bern diese Kompromisse unter dem Vorbehalt, dass diese wie vereinbart umgesetzt werden, akzeptieren wird.

 

Auf der anderen Seite stehen 13 Punkte, bei denen keine Einigung erzielt werden konnte. Dabei geht es um allgemeine Punkte wie Gleisquerungen, Durchlässigkeit bei Lichtsignalanlagen oder Haltestelleumfahrungen. Betroffen sind auch konkrete Orte wie Eigerplatz, Viktoriaplatz, die Kreuzung Rosengarten (Ostermundigenstrasse) oder der Zollgasskreisel. Der Vorstand von Pro Velo Bern hat sich deshalb entschieden, diese 13 Punkte dem Bundesamt für Verkehr zur Prüfung zu geben. David Stampfli, Präsident von Pro Velo Bern: «Die Sicherheit der Velofahrenden muss auf der ganzen Tramstrecke gewährleistet sein. Das betrifft insbesondere das Queren der Schienen.»

 

Neues Tram, neue Herausforderungen

An der Sitzung vom 25. Juni 2014 hat der Vorstand von Pro Velo Bern zudem eine politische Wertung des Projektes Tram Region Bern vorgenommen. So wie das vorliegende Projekt geplant worden ist, beinhaltet es zahlreiche Schienen, die von Velofahrenden nur auf sehr gefährliche Art und Weise überquert werden können. Die Einspracheverhandlungen zeigten auch, dass sowohl bei den Lichtsignalanlagen wie auch bei den Haltestellen noch keine wirklich befriedigenden Lösungen garantiert werden können. Zudem machen unsichere Orte wie die Kreuzung Ostermundigen-/Laubeggstrasse grosse Sorgen.

 

Ein Tram kann für Velofahrende aber auch von Vorteil sein. Im Gegensatz zu einem Bus bleibt es auf „seiner“ Spur und ist berechenbar. Das Projekt Tram Region Bern bringt zudem gewisse Verbesserungen für die Velofahrenden. So werden die Strassen saniert, es wird zum Teil auf den Strassen mehr Platz für die Velos geschaffen und mehrere Velo-Bypässe bei einzelnen Kreiseln sind geplant.

 

StimmfreigabeNach intensiver Diskussion beschloss der Vorstand Stimmfreigabe für die Abstimmung am 28. September 2014. Pro Velo Bern pocht weiterhin vehement darauf, dass das Tram Region Bern bei einer allfälligen Realisierung so veloverträglich wie möglich gebaut wird. Nur dann kann das neue Tram letztlich für alle umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmenden zum Gewinn werden.

 

 

Die Medienmitteilung als PDF

 

 

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