Nein zur Verschärfung des Hooligan-Konkordats

 

Am 9. Februar 2014 stimmen wir im Kanton Bern über die Verschärfung des Hooligan-Konkordats ab. Diese Verschärfung beinhaltet komplett übertriebene und fragwürdige Massnahmen. Statt die wirklichen Krawallmacher zu treffen, leiden nur die friedlichen Match-BesucherInnen unter diesen Massnahmen. Vor allem aus folgenden Gründen lehne ich die Verschärfung klar ab.

 

 

  • Zukünftig soll vorgeschrieben sein, wie man zu den Spielen fahren soll. Das ist eine klare Verletzung des Grundrechts der Bewegungsfreiheit.

 

  • Private Sicherheitsfirmen könnten jede(n) im Intimbereich kontrollieren. Damit wird das staatlich Gewaltmonopol in Frage gestellt, denn niemand überwacht diese Sicherheitsfirmen.

 

  • An den Spielen könnten Alkoholverbote erlassen werden. Das trifft aber nur den friedlichen Fan, der am Match ein Bier trinken will. Wer sich betrinken will, macht das einfach vorher.

 

In Bern gab es in den letzten Jahren kaum Ausschreitungen an Spielen von YB und SCB. Die Fanarbeit hat hier sehr gute Arbeit geleistet. Einzig im Umfeld einiger Cupfinals kam es zu hässlichen Szenen. Die Verschärfung des Hooligan-Konkordats hätte diese jedoch nicht im geringsten verhindern können, denn sie fanden vor und nach den Spielen sowie ausserhalb des Stadions statt.

 

Die Verschärfung des Hooligan-Konkordats ist ein typisches Beispiel für den momentan grassierenden Sicherheitswahn. Sobald etwas passiert, fühlen sich gewisse Politiker unter Zwang, sofort Massnahmen zu ergreifen. Dabei spielt es keine Rolle, was für Massnahmen und ob sie überhaupt etwas taugen. Wichtig ist nur, dass der Eindruck entsteht, es sei überhaupt etwas gemacht worden.

 

Zusammenfassend stelle ich fest: Die Verschärfung des Hooligan-Konkordats ist eine Scheinmassnahme überforderter Sicherheitspolitiker, welche die wenigen Ausschreitungen bei Sportveranstaltungen nicht in den Griff bekommen. Gegen die Krawallmacher nützt sie überhaupt nichts, aber stattdessen schikaniert sie alle friedlichen Fans. Und sie stellt die Grundrechte und das staatliche Gewaltmonopol in Frage.

 

Aus all diesen Gründen sage ich am 9. Februar 2014 ganz klar Nein zur Verschärfung des Hooligan-Konkordats.

 

«Fankultur ist sozial. Keine Repression gegen friedliche Fans!»

 

 

http://konkordatnein.ch/

 

 

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